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	<title>SDAJ Ost</title>
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	<title>SDAJ Ost</title>
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		<title>Sexismus in der Schule</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2022/01/10/sexismus-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jan 2022 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5/2021]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben mit Freya aus Kassel zu Sexismus in der Schule gesprochen und wie dagegen Widerstand geleistet werden kann. Position: Wie äußert sich Sexismus in der Schule? Freya: Wir leben in einer Gesellschaft, in der klassische Frauenberufe schlechter entlohnt werden als klassische Männerberufe, Frauen auch bei gleicher Arbeit weniger verdienen und ganz überwiegend den Haushalt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Calibri, serif;">Wir haben mit Freya aus Kassel zu Sexismus in der Schule gesprochen und wie dagegen Widerstand geleistet werden kann.</span></p>
<h2 class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;"><b>Position: Wie äußert sich Sexismus in der Schule?</b></span></h2>
<p class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;">Freya: Wir leben in einer Gesellschaft, in der klassische Frauenberufe schlechter entlohnt werden als klassische Männerberufe, Frauen auch bei gleicher Arbeit weniger verdienen und ganz überwiegend den Haushalt schmeißen, die Erziehung der Kinder und die Pflege von Angehörigen übernehmen. Davon profitieren die Konzerne, die sich Lohnkosten sparen und die die Milliarden Subventionen bekommen, die der Staat dank der Arbeit der Frauen einsparen kann. Die Realität der doppelten Ausbeutung der Frau hat eine lange Geschichte und Tradition und spiegelt sich in allen Bereichen unseres Lebens wieder. So auch in der Schule. Egal, ob in Erwartungshaltungen von Lehrern, dass die Schülerinnen besonders fleißig, höflich und ordentlich sein müssen oder in Schulbüchern, in denen klassische Rollenbilder dargestellt werden, aber nicht, dass auch Frauen sich gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen erfolgreich für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Kita-Plätze und für ein Recht auf Abtreibung einsetzen können. Besonders ätzend wird es, wenn sich die gesellschaftliche Abwertung der Frau als Sexobjekt in der Schule zeigt und es zu Grabschereien und entwürdigenden Anmachsprüchen durch Lehrer und Mitschüler kommt.  Die immer krassere Konkurrenz in der Schule begünstigt so ein abwertendes Verhalten. Schulen reagieren zum Beispiel so darauf, dass „nuttige“ Kleidung durch die Kleiderordnung verboten wird, weil sich die männlichen Schüler sonst nicht konzentrieren könnten. Damit wird dieses gesellschaftliche Problem individualisiert. </span></p>
<h2 class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;"><b>Hast du während deiner Schulzeit auch Sexismus erlebt?</b></span></h2>
<p class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;">Freya:Ich denke, jeder hat das</span><span style="font-family: Calibri, serif;">. Ein besonders krasses Problem hatten wir mit unseren Physiklehrer in der neunten Klasse. Er hat eigentlich in jeder Stunde irgendeinen sexistischen Spruch rausgehauen. Zum Beispiel hat er einer Schülerin unterstellt, sie hätte eine Schaltung aus Zufall richtig aufgebaut. Als die Schülerin das bestritten hat, fiel irgendwann der Satz: „Sagst du das auch, wenn dein Mann dir Haushaltsgeld gibt und du dir davon Schuhe kaufst?“. Einmal kam er in der Pause zu uns Mädchen und hat mir und einer Freundin seinen Arm um die Hüfte gelegt und uns aufgefordert uns stärker vorzubeugen (also den Hintern rauszustrecken). Dazu passte gut, dass er auf seinem Youtube-Channel sexistische Schlager gesungen hat (zum Beispiel „Willenlos“ von Westernhagen). </span></p>
<h2 class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;"><b>Wie habt ihr euch dagegen gewährt und wie könnte zu dem Thema an Schulen gearbeitet werden?</b></span></h2>
<p class="western"><span style="font-family: Calibri, serif;">Freya:</span><b> </b><span style="font-family: Calibri, serif;">Irgendwann hat sich in einer Freistunde die Gelegenheit ergeben, dass wir mit den meisten Mädchen aus unserer Klasse darüber gesprochen haben. Wir haben darüber gesprochen, wie ätzend wir das Verhalten finden, dass uns das nicht nur in der Schule begegnet und dass man sich das nicht gefallen lassen darf. Wir haben vereinbart, dass wir probieren, immer etwas gegen seine Sprüche zu sagen. Direkt in der nächsten Stunde haben wir, als es um berufliche Vorstellungen ging, ihm alle nacheinander gesagt, dass wir Bauarbeiter oder ähnliches werden wollen. Diese gemeinsame Solidarität hat gut getan und Mut gemacht. Eine weiterer guter Anlass um an der Schule zu dem Thema aktiv zu werden, ist der internationale Frauenkampftag (8. März). In der Vergangenheit haben wir als SDAJ Gruppe gemeinsam mit mehreren Schülervertretungen Durchsagen und Quizwettbewerbe dafür vorbereitet. </span></p>
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		<item>
		<title>Das Festival 2021 muss warten&#8230;.</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2021/02/26/das-festival-2021-muss-warten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 10:56:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festival der Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Freunde und Mitstreitende, die Pandemie hat uns nach wie vor in ihren Fängen. Nicht nur, dass sich diverse Mutationen breit machen, auch die Impfungen gehen nicht so schnell voran wie wir es uns wünschen. Wir sehen, dass ein konsequenter Lockdown aus wirtschaftlichem Profitdenken nicht umgesetzt wird. Mit dem Lockdown light oder zu schnellen Öffnungen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde und Mitstreitende,</p>
<p>die Pandemie hat uns nach wie vor in ihren Fängen. Nicht nur, dass sich diverse Mutationen breit machen, auch die Impfungen gehen nicht so schnell voran wie wir es uns wünschen. Wir sehen, dass ein konsequenter Lockdown aus wirtschaftlichem Profitdenken nicht umgesetzt wird. Mit dem Lockdown light oder zu schnellen Öffnungen bei fragwürdigen Schutzmaßnahmen ist leider noch kein Ende in Sicht.</p>
<p>Dennoch würden wir gerne auf unserem Festival wieder Gemeinsamkeit, Solidarität, Diskussion, Spaß und politische Praxis leben. Aufgrund der Situation sind wir aber nun gezwungen das Festival abzusagen.</p>
<p>Als Alternative dazu versuchen wir nun regionale Aktionen und Camps an Pfingsten zu organisieren! Ohne großen Schnickschnack und Klimbim &#8211; ein Zusammenkommen im kleinen Rahmen, Zelten, Feuer und den Sommer genießen. Mehr dazu können wir aktuell noch nicht sagen, melden uns aber sobald es Neues gibt.</p>
<p><strong>Wir sind nun trotzdem auf eure Hilfe angewiesen!</strong> Da wir auch in Zukunft gerne wieder ein Festival anbieten wollen und nicht mit einem Minus durch die diesjährigen Ausfallkosten starten wollen bitten wir euch: <a href="https://www.startnext.com/fdj2021">Spendet für das Festival!</a> Jetzt erst recht!</p>
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		<title>Vom Lockdown zum Shutdown: Appelle an die Reichen, Einschränkungen im Privaten</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2020/12/15/vom-lockdown-zum-shutdown-appelle-an-die-reichen-einschraenkungen-im-privaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 18:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom „Lockdown light“ in den Shutdown: Statt der in Aussicht gestellten Lockerungen werden die Corona-Maßnahmen ab Mittwoch weiter verschärft. Fast alle Geschäfte müssen schließen, die Schulen und Kitas sollen weitgehend dicht gemacht werden. Alkoholkonsum im Freien ist bei Strafe untersagt. An Silvester gibt es Ver- und Ansammlungsverbote, Feuerwerk auf stark frequentierten Plätzen ist verboten. Während [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom „Lockdown light“ in den Shutdown: Statt der in Aussicht gestellten Lockerungen werden die Corona-Maßnahmen ab Mittwoch weiter verschärft. Fast alle Geschäfte müssen schließen, die Schulen und Kitas sollen weitgehend dicht gemacht werden. Alkoholkonsum im Freien ist bei Strafe untersagt. An Silvester gibt es Ver- und Ansammlungsverbote, Feuerwerk auf stark frequentierten Plätzen ist verboten. Während so das Privatleben weitreichend eingeschränkt wird und Verstöße geahndet werden, bleibt es bei freundlichen Appellen an die Unternehmer: Man solle dringend prüfen, ob der Betrieb durch Ferien oder großzügige Home-Office-Regelungen geschlossen werden kann. Dabei sind gerade Arbeitsplätze Hotspots, an denen Einschränkungen einen deutlichen Effekt auf das Infektionsgeschehen hätten. Politiker geben in den Medien inzwischen unverhohlen zu, dass wirtschaftliche Interessen entscheidend in der Debatte über die Maßnahmen sind. Fachleute wie der Virologe Christian Drosten sehen diese Abwägung zwischen Profiten und Gesundheit zwar kritisch, werden durch Hetzkampagnen von BILD und Co. jedoch schnell zum Schweigen gebracht.</p>
<p>Bereits jetzt wird diskutiert, dass die Maßnahmen über den 10. Januar 2021 hinaus gelten könnten. Unterdessen genießen Menschen in anderen Ländern schon wieder die Annehmlichkeiten einer Corona-freien Zeit, etwa in China, Cuba, Taiwan, Neuseeland, Vietnam oder Südkorea. Umfangreiches Testen, rasches und situationsangemessenes Reagieren sowie die Inkaufnahme von wirtschaftlichen Einschränkungen sind bei der Bewältigung einer Pandemie zentral. Gerade im internationalen Vergleich zeigt sich das Scheitern des Corona-Managements der Bundesregierung überdeutlich. Doch Ursache ist nicht einfach die Unfähigkeit der Politiker, vielmehr ist es eine Frage der Prioritäten: Die Regierung nimmt lieber mehr Corona-Tote in Kauf als sinkende Profite. Die Interessen der Banken und Konzerne kommen vor der Gesundheit der Bevölkerung.</p>
<p>Der „Lockdown light“ hat sein Ziel offenkundig verfehlt, auch wenn sich Politiker für das Abflachen der Kurve immer noch auf die Schultern klopfen. Doch die zweite Welle kam nicht unerwartet: Man hätte den Sommer nutzen müssen, um die Gesundheitsämter besser auszustatten, die Testkapazitäten noch weiter auszubauen, Schulklassen zu verkleinern und Hygienemaßnahmen an Schulen umzusetzen – und vieles mehr. Doch das hätte bedeutet, das Geld zugunsten unserer Gesundheit auszugeben statt zur Rettung von Konzernen wie der Lufthansa.</p>
<p>Nach dem Shutdown muss es anders laufen: Wenn die Schulen wieder öffnen, braucht es staatlich finanzierte Maßnahmen, die das gesundheitliche Risiko für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen real minimieren. Betriebe dürfen nur öffnen, wenn sie den Gesundheitsschutz ernsthaft und verbindlich absichern. Und es braucht umfangreiche Investitionen ins Gesundheitswesen, mehr Personal an Krankenhäusern und in Gesundheitsämtern.</p>
<p><strong>Auch Corona ist eine Klassenfrage! Shut capitalism down!</strong></p>
<p>Unsere letzte ausführlichere Stellungnahme zu Corona findet ihr <a href="https://www.sdaj.org/2020/11/18/der-aktuelle-lockdown-schuetzt-die-profite-nicht-die-gesundheit-der-menschen/">hier</a></p>
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		<title>Gemeinsam für mehr Profite &#8211; #besonderehelden</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2020/11/18/gemeinsam-fuer-mehr-profite-besserehelden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 19:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[#besonderehelden]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Ihr müsst euch trotz Pandemie auf Arbeit täglich in Gefahr bringen? Die Schulbusse morgens sind überfüllt und ihr könnt nicht vernünftig Lüften? Die Bundesregierung verschweigt diese Realität gekonnt und gibt dämliche Werbevideos in Auftrag, anstatt Geld in die Hand zu nehmen um etwas sinnvolles zu tun. Für Großkonzerne gibt es abgesehen vom Mundschutz keine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.ost.sdaj.org/2020/11/18/gemeinsam-fuer-mehr-profite-besserehelden/">Gemeinsam für mehr Profite &#8211; #besonderehelden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.ost.sdaj.org">SDAJ Ost</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.ost.sdaj.org/2020/11/18/gemeinsam-fuer-mehr-profite-besserehelden/"><img decoding="async" src="//i.ytimg.com/vi/I028UcHrwlI/hqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr müsst euch trotz Pandemie auf Arbeit täglich in Gefahr bringen? Die Schulbusse morgens sind überfüllt und ihr könnt nicht vernünftig Lüften? Die Bundesregierung verschweigt diese Realität gekonnt und gibt dämliche Werbevideos in Auftrag, anstatt Geld in die Hand zu nehmen um etwas sinnvolles zu tun. Für Großkonzerne gibt es abgesehen vom Mundschutz keine Verpflichtungen für den Infektionsschutz! Als ob es nicht schon genug Autos und Billigfleisch gibt, laufen die Fließbänder weiter, während deutsche Großkonzerne mächtige Gewinne einfahren. Auf dem Rücken unserer Gesundheit. (siehe unsere <a href="https://www.sdaj.org/2020/11/18/der-aktuelle-lockdown-schuetzt-die-profite-nicht-die-gesundheit-der-menschen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Stellungnahme</a>)</p>
<p><strong>Schreibt uns</strong> über Insta, Facebook Twitter oder per Mail. Wir wollen den profitgeilen Wahnsinn aufdecken, wegen dem es aktuell keinen vernünftigen Lockdown und Umgang mit dieser Pandemie geben kann. Schluss damit!</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.ost.sdaj.org/2020/11/18/gemeinsam-fuer-mehr-profite-besserehelden/">Gemeinsam für mehr Profite &#8211; #besonderehelden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.ost.sdaj.org">SDAJ Ost</a>.</p>
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		<item>
		<title>Solidarität mit den Protesten in Polen – gegen Kirche, Kapital und Regierung!</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2020/11/04/solidaritaet-mit-den-protesten-in-polen-gegen-kirche-kapital-und-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2020 14:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Internationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufstand gegen die Rückkehr des Kleiderbügel Die Proteste rund um das neue Abtreibungsgesetz in Polen, welches faktisch jede Art der Abtreibung verbietet und Frauen zwingen würde auch tödlich fehlgebildete Föten auszutragen, halten an. Organisiert im Bündnis „Strajk Kobiet“ strömen Hunderttausende auf die Straßen des Landes. Die in über 500 Städten stattfindenden Proteste, wovon 90 Prozent [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Aufstand gegen die Rückkehr des Kleiderbügel</h2>
<p>Die Proteste rund um das neue Abtreibungsgesetz in Polen, welches faktisch jede Art der Abtreibung verbietet und Frauen zwingen würde auch tödlich fehlgebildete Föten auszutragen, halten an. Organisiert im Bündnis „Strajk Kobiet“ strömen Hunderttausende auf die Straßen des Landes. Die in über 500 Städten stattfindenden Proteste, wovon 90 Prozent in Ortschaften mit unter 50.000 Einwohnern abgehalten werden, fordern jedoch nicht nur die Abschaffung dieser Gesetzeslage, sondern darüber hinaus kostenfreie Verhütung, die Zurückdrängung des Einflusses der katholischen Kirche aus Politik wie Gesellschaft, die konsequente Verfolgung aller Gewalt an Frauen, die ökonomische Gleichstellung sowie ein Verbot von faschistischen Gruppen. Die Demonstrierenden organisieren sich über Social-Media und blockieren ganze Straßen, stören Gottesdienste oder belagern das Haus des PiS (Partei: Recht und Gerechtigkeit) &#8211; Chef Jaroslaw Kaczynski.<br />
Die Forderungen streben eine Veränderung der polnischen, klerikal-geprägten Gesellschaft an. Die Reaktionen der PiS-Partei und der katholischen Kirche sind ablehnend-negativ: Kaczynski spricht öffentlich von einem „Krieg gegen Polen“, das Staatsfernsehen bezeichnet polnische Abgeordnete im Parlament als faschistisch, sofern diese gegen das Gesetz im Sejm (dem Parlament) protestierten – schlussendlich werden die Proteste bischöflich zur Sünde verklärt. Aber neben dem staatlich-klerikalen, verbalen Säbelrasseln kam auch die Militärpolizei zum Einsatz, die sich, wie in Warschau geschehen, schützend vor Kirchen postiert. Darüber hinaus gab es tätliche Angriffe von Hooligan-Banden und Faschisten gegen die friedlichen Demonstrantinnen und ihre Verbündeten.</p>
<h2>Lockdown, Krise, Kapitalismus</h2>
<p>Trotzdem protestieren Hunderttausende gegen die Regierung, auch der verhängte Lockdown konnte die Wut auf den Straßen nicht bremsen. Die Proteste stoßen auf Resonanz in der Bevölkerung: die PiS-Partei verlor 11% in aktuellen Umfragen, 70% der Bevölkerung sind für den Rücktritt von Vizeministerpräsident Kaczynski. Solidarisch zeigten sich neben internationalen, feministischen Gruppen auch polnische Rentnerinnen, die Bauernschaft sowie Angestellte im öffentlichen Nahverkehr mit einem Streik. Die jetzigen Proteste in Polen sind kein Vorabend einer proletarisch-feministischen Revolution, jedoch Teil des Kampfes gegen den reaktionären Staatsumbau der von PiS und seinen Koalitionspartnern sowie der katholischen Kirche vorangetrieben wie forciert wird. Dieser Vorgang ist ein Kampf um demokratische Rechte und ein zähes Ringen mit der Herrschaft der Monopole. Die katholische Kirche sowie die PIS-Partei stehen im Dienst der herrschenden Klasse von Polen – hieran ändern auch die seichten Sozialmaßnahmen wie das Kindergeld (von 500 Zloty) wenig.<br />
Die PIS-Partei war nie eine soziale Alternative zum neoliberalen Kapitalismus, das kapitalistische System wird durch traditionelle Werte in seiner Herrschaft legitimiert und abgesichert. Die Bourgeoise, die im Bund mit der Kirche den Sozialismus vernichtete, die polnische Linke aus dem öffentlichen Leben verdrängte und das Leben von Frauen zur Hölle machen will, muss bekämpft werden. Der Kampf für einen neuen Sozialismus in Polen muss begonnen werden, hierzu bieten die Kämpfe einen ersten Ansatz. Dies erfordert den Kampf um eine bürgerliche Demokratie, den Kampf um Frauenrechte sowie die Zurückdrängung reaktionärer Maßnahmen. Wir solidarisieren uns mit allen fortschrittlichen Kräften in Polen und stehen Ihnen im Kampf gegen den reaktionären Staatsumbau, die faschistischen Umtriebe in ihrem Land sowie im Kampf um die feministischen Menschenrechte wie einem neuen Sozialismus, solidarisch zur Seite!</p>
<p><strong>Hoch die internationale Solidarität!</strong><br />
<em>Internationale AG der SDAJ, 04. November 2020</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Quarantäne &#8211; Was tun? (Teil I)</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2020/03/27/quarantaene-was-tun-teil-i/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2020 19:05:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/ost/2020/03/27/quarantaene-was-tun-teil-i/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schulen und Unis sind geschlossen, viele Hobbies sind grad nicht drin und nun ist euch langweilig? Bevor ihr euch gezwungen seht, 50 Shades Of Grey in die Hand zu nehmen, haben wir hier eine kleine Liste mit Leseempfehlungen. Mit „Eine Welt zu gewinnen“ hat die SDAJ erst vergangenes Jahr eine aktuelle Einführung in den Marxismus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schulen und Unis sind geschlossen, viele Hobbies sind grad nicht drin und nun ist euch langweilig?<br />
Bevor ihr euch gezwungen seht, 50 Shades Of Grey in die Hand zu nehmen, haben wir hier eine<br />
kleine Liste mit Leseempfehlungen.</p>
<p>Mit <strong>„Eine Welt zu gewinnen“</strong> hat die SDAJ erst vergangenes Jahr eine aktuelle Einführung in den<br />
Marxismus geliefert. Zwar nicht erst ein Jahr alt, aber immer noch aktuell ist Lenins <strong>„Der</strong><br />
<strong>Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“</strong>, indem sich der russische Revolutionär mit<br />
dem bis heute die Welt mit Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg überziehenden<br />
monopolkapitalistischen Stadium auseinandersetzt und dabei gegen die „Ultraimperialismus-These“<br />
des Sozialdemokraten Kautsky frontet. Wer wissen möchte, was die Aufgaben der KommunistInnen<br />
hierzulande nach der Konterrevolution 1990 sind, dem empfehlen wir wärmstens <strong>„Kommunisten</strong><br />
<strong>heute“</strong> von Hans Heinz Holz. Eine ganze Romantrilogie gibt’s mit Willi Bredels „Verwandte und<br />
Bekannte“ (die einzelnen Romane heißen: <strong>„Die Väter“</strong>, <strong>„Die Söhne“</strong> und <strong>„Die Enkel“</strong>). Dort wird die<br />
deutsche Arbeiterbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anhand einer Hamburger<br />
Arbeiterfamilie vor Augen geführt. Und wenn ihr euch fragt, wie es sich auf jener sozialistischen<br />
Karibikinsel lebt, die gerade in so vielen Ländern mit Ärztinnen und Ärzten aushilft, dann gebt euch<br />
<strong>„Cuba im Wandel“</strong>.</p>
<p>Kreymann/Rodermund: Eine Welt zu gewinnen. Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun<br />
können (Papyrossa 2019), https://shop.papyrossa.de/Kreymann/Rodermund-Hg-Eine-Welt-zugewinnen</p>
<p>Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus,<br />
http://www.mlwerke.de/le/le22/le22_189.htm</p>
<p>Holz: Kommunisten heute. Die Partei und ihre Weltanschauung (Neue Impulse Verlag, 1995),<br />
https://www.neue-impulse-verlag.de/buchtipps/edition-marxistische-bl%C3%A4tter/kommunistenheute-die-partei-und-ihre-weltanschauung</p>
<p>Bredel: Verwandte und Bekannte (Die Väter, Die Söhne, Die Enkel). Gibt es antiquarisch oder als<br />
Taschenbücher beim Aufbau Verlag</p>
<p>Hermsdorf/Klattenhof/Kreymann/Salin: Cuba im Wandel. 16 Erfahrungsberichte (Verlag Wiljo Heinen<br />
2017), https://www.gutes-lesen.de/laden/kubaimwandel/</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über rechte „Einmannkasernen“</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2020/02/21/ueber-rechte-einmannkasernen/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2020 10:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Interview: Im Oktober versuchte ein bewaffneter Mann in Halle in eine Synagoge einzudringen und dort ein Blutbad zu verrichten. Er konnte nicht in das jüdische Gotteshaus eindringen und töte zwei Passanten. Der Anschlag von Halle zeigt das gleiche Muster wie die rechten Attentate in München, Christchurch, El Paso oder Utøya. Wir haben uns darüber mit Chris Reitz unterhalten, der zur Ästhetik der neuen Rechten forscht.</strong></p>
<p><strong>POSITION: Gibt es einen Zusammenhang zu bewaffneten Netzwerken?</strong><br /><strong><em>Chris Reitz:</em></strong> Bundesweit formieren sich rechte Netzwerke, die Feindeslisten anlegen, Waffen horten, Leichensäcke anschaffen, Chemikalien zur Entsorgung von Leichen besorgen und sich auf einen Systemsturz einstellen, dem sie eigens durch Destabilisierungstaktiken den Weg bereiten wollen. Selbst die Verstrickung des Staates in diese sogenannten „Schattenarmeen“ ist ein offenes Geheimnis, also dass Geheimdienstvertreter, Armeeveteranen, Polizisten und andere staatstragende Akteure in extremrechten Verbänden – von NSU 2.0 über das Veteranennetzwerk Uniter e.V. bis zu Süd- und Nordkreuz – involviert sind. Jedoch erscheint diese Komplizenschaft zwischen rechtsextremen Organisationen und Vertretern staatlicher Organe zumeist als systemfremder Unfall.<br />In der öffentlichen Debatte wird die Mitwirkung einzelner Staatsakteure in rechtsnationalen Gruppierungen individualisiert und die zugrundeliegende systematische Logik dieser Verflechtungen ausgeblendet. Dabei hat gerade die Individualisierung des Terrors System. Besonders der Begriff des „Amok“ – der die neuen Auswüchse rechter Gewalt, die oberflächlich betrachtet tatsächlich als Akte individuell agierender Einzeltäter erscheinen, ideologisch entkernt und als spontane Gewaltausbrüche einordnet – kaschiert den gesellschaftlichen Kausalzusammenhang extremrechten Terrors und leistet zugleich der Kritik staatlicher Verwicklungen, zumeist verkörpert durch den Verfassungsschutz, Vorschub.<br />Nach dem Anschlag am Münchner OEZ, der Ermordung Walter Lübckes, und nicht zuletzt dem Zweifachmord und dem fehlgeschlagenen Attentat auf eine Synagoge in Halle müsste eigentlich klar sein, dass der Terrorismus rechter Banden bereits heute zur bundesrepublikanischen Tagesordnung gehört. Es ist nicht so, wie noch viele Beobachter des politischen Tagesgeschehens meinen, dass die Tabubrüche rechter Politiker dem offenen faschistischen Terror erst den Weg bereiten. Vielmehr geht seit geraumer Zeit eine tiefgreifende Normalisierung rechter Gewalt vonstatten.</p></div>
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				<h4 class="et_pb_toggle_title">Kommentar: Ideologischer Rechtsruck</h4>
				<div class="et_pb_toggle_content clearfix"><p>Im dreißigsten Jahr nach dem viel umjubelten „Mauerfall“ scheint das Klima im neuen, großen Deutschland harmonisch. Statt „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ sind sich die meisten Politiker einig darüber, dass Deutschland nach dem Angriffskrieg auf Jugoslawien, dem Krieg in Afghanistan, in der Ukraine oder der Hochrüstung gegen Russland „mehr Verantwortung“ übernehmen müsse. Manche, wie der Chef der neuen Umfragegewinnerin B‘90/Die Grünen, fordern sogar, diese Verantwortung nun auch gegenüber dem Iran einzunehmen. Einig sind sich viele der konservativen Eliten leider auch darin, dass in diesem Land nach den Pogromen von Lichtenhagen, den Anschlägen in Mölln und Solingen und den Morden des sogenannten „NSU“ mehr getan werden müsse, um den „Extremismus“ einzudämmen. Das, was damit gemeint ist, hat die Union einmal „geistig-moralische Wende“ genannt, hat CSU-Dobrindt als „konservative Revolution“ neu erfunden und wird von verschiedenen CDU/CSU-Gliederungen immer wieder als Grundrechteeinschränkungen unter dem Mantel der „Aktion gegen Links“ oder „gegen linke Gewalt“ verkauft. Dreißig Jahre nach dem Ende des anderen Deutschlands marschiert die moralische Wende.</p>
<p>Dabei ist dieser Vormarsch des Irrationalismus und der Anti-Aufklärung kein rein deutsches Phänomen. Selbst in der Führungsnation der „freien Welt“, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, wird von regierender Seite Ähnliches in die Massenmedien geschrien. Dabei spielen die Herrschenden hüben und drüben des Atlantiks den gleichen Taschenspielertrink wie bei uns. Ob Drumpf und Breitbart in den USA oder CSU, AfD und Pegida in Deutschland: Sie geben uns eine neue Leitkultur vor, die ausgrenzt, wer sich nicht unterordnet, und jammern gleichzeitig darüber, dass sie in dieser von ihnen selber zu verantwortenden Meinungsdiktatur nichts mehr sagen könnten. Bei dem, was die rechten Stimmungsmacher alles sagen – und vor allem tun! – können, stellt sich aber die Frage, was noch kommen soll, was noch nicht gesagt</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das erinnert stark an den sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)“ der über zehn Jahre mordend durch Deutschland zog und in den Verfassungsschutz und Co. tief verstrickt waren…</strong><br /><em><strong>Chris:</strong></em> Während ältere neonazistische Praxismodelle, wie z.B. im Falle der Morde des NSU, mehr oder weniger auf Geheimhaltung bedacht sind, verfasst der ‚politische Soldat‘ neurechter Formierungen ein Manifest-artiges Bekennerschreiben, kündigt die Tat vorher in digitalen Foren an und filmt sich – wie beispielsweise die Attentäter aus Halle oder Christchurch – zunehmend selbst. Götz Kubitschek, der Gründer des nationalistischen Antaios-Verlags, spricht in einer bewussten Militarisierung der Sprache von den „Einmannkasernen“ der neuen Rechten. Angesichts der relativ beschränkten Reichweite zentralgesteuerter Publikationsplattformen (in einer hochgradig atomisierten Gesellschaft) begreift man soziale Medien als Erweiterung der Kampfzone, die neue Möglichkeiten zur Streuung rassistischer Propaganda, Kaperung gesellschaftlicher Protestpotentiale und somit letztendlich dezentralen Rekrutierung bis dato unerreichter Gesellschaftsteile eröffnet.</p>
<p><strong>Welches Interesse haben die Herrschenden am rechten Terror?</strong><br /><em><strong>Chris:</strong></em> Trotz ihrer revolutionären Selbstinszenierung stellen diese verschiedenen Varianten rechten Terrors aber letzten Endes gerade nicht die Systemfrage. Die terroristische Einschüchterung marginalisierter Gruppen und linker Kräfte durch die „Einmannkasernen“ der Rechten eilt der autoritären Wende des Standortnationalismus geradewegs voraus. Frei nach Höcke lehnt man eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten ab und steht in einer offen imperialistischen Rhetorik für eine „Umverteilung des Volksvermögens von innen nach außen“ ein.<br />Neurechte Terroristen praktizieren in dieser Hinsicht eine Fortsetzung der Konkurrenz mit anderen Mitteln. Und die staatstragenden Parteien der neoliberalen ‚Mitte‘ greifen selbst zunehmend zu autoritären Maßnahmen, um ihr postdemokratisches Programm zur Aufrechterhaltung der zwischen-imperialistischen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Kapitals durchsetzen. Dabei gleichen sie sich bereitwillig der fremdenfeindlichen Demagogie der neuen rechten Parteien an. Schlagworte rechter Diskurse gehen wie selbstverständlich in das Vokabular der selbsternannten Volksparteien über (nicht zuletzt als Alexander Dobrindt öffentlich eine „konservative Revolution“ forderte und damit stillschweigend den faschistischen Intellektuellen Armin Mohler zitierte).<br />Sie bauen somit auf der Öffentlichkeitsarbeit der extremen Rechte auf, um die Bevölkerung in die neue „Sprache der Macht“ (von der Leyen) des deutsch-europäischen Nationalismus einzuüben. Aus dieser „Antreiberfunktion“ (Opitz) in der autoritären Staatswende erklärt sich dann auch womöglich die anhaltende Billigung rechter Gewaltstrukturen. Den Strukturwandel der bürgerlichen Demokratie sollten wir uns also nicht als „Tag X“ vorstellen, als ob an diesem oder jenem Tage plötzlich ein neuer Autoritarismus über uns hereinbrechen würde. Er schreitet längst voran.</p></div>
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					<h4 class="dsm-text-badges et_pb_module_header"> <span class="dsm-badges dsm-badges-after">Mark, München</span></h4>
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		<title>Das Aftermovie zum Festival der Jugend 2019</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2019/12/13/das-aftermovie-zum-festival-der-jugend-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2019 15:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<title>diesdas</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2019/12/07/diesdas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2019 21:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<title>hi witten</title>
		<link>https://www.ost.sdaj.org/2019/12/07/hi-witten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2019 21:37:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Witten]]></category>
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